Onboarding, das neue Mitarbeitende bleiben lässt
Die Einstellung ist erst die halbe Strecke. Ob jemand bleibt und schnell leistungsfähig wird, entscheidet sich zwischen Vertragsunterschrift und Ende der Probezeit. Unser Leitsatz: Neues wird schnell zu normal.
Wo neue Mitarbeitende verloren gehen
Ergebnisse einer Befragung von 775 HR-Verantwortlichen und Führungskräften:
der Befragten haben Kündigungen schon zwischen Vertragsunterschrift und erstem Arbeitstag erlebt.
nennen falsche Erwartungen als Hauptgrund für frühe Kündigungen – vor Problemen mit Team oder Führung (38 %).
halten das eigene Onboarding für verbesserungsbedürftig; nur 25 % haben einen zentral organisierten Prozess.
Quelle: Haufe Onboarding-Studie 2023
Vom Vertrag bis zum Ende der Probezeit
Preboarding
Kontakt halten zwischen Vertrag und Start: Willkommensnachricht, Ansprechperson, Infos zum ersten Tag.
Erster Tag
Arbeitsplatz ist fertig, Pate stellt sich vor, Team weiß Bescheid. Keine Leerlaufzeit.
Erste Wochen
Einarbeitungsplan mit klaren Lernzielen, kurze tägliche oder wöchentliche Abstimmung.
100 Tage
Zwischengespräch: Erwartungen abgleichen, Feedback in beide Richtungen, nächste Ziele.
Probezeitende
Strukturiertes Abschlussgespräch und Übergang in die reguläre Entwicklung.
Das erhalten Sie
- Onboarding-Plan für Ihre wichtigsten Stellen, passend zu Betriebsgröße und Alltag
- Checklisten für Preboarding, ersten Tag und erste Wochen
- Patenkonzept: wer begleitet, mit welcher Rolle und wie viel Zeit
- Gesprächsleitfäden für 100-Tage- und Probezeitgespräch
- Leistungscoaching für Führungskräfte, die neue Mitarbeitende einarbeiten
Der wichtigste Hebel: ehrliche Erwartungen
Wenn falsche Erwartungen der häufigste Grund für Frühfluktuation sind, beginnt gutes Onboarding schon in der Stellenanzeige und im Bewerbungsgespräch. Deshalb verzahnen wir Onboarding eng mit der Personalauswahl: realistische Einblicke, klare Aufgaben, offene Worte zu Herausforderungen der Stelle.
Häufige Fragen zum Onboarding
Was ist Preboarding?
Preboarding bezeichnet die Zeit zwischen Vertragsunterschrift und erstem Arbeitstag. Wer hier Kontakt hält und Vorfreude weckt, senkt das Risiko, dass neue Mitarbeitende vor dem Start noch abspringen.
Lohnt sich ein Onboarding-Konzept auch für kleine Betriebe?
Gerade dort. In kleinen Teams fällt jede unbesetzte oder schnell wieder frei werdende Stelle besonders ins Gewicht. Ein schlanker Plan mit Checklisten reicht oft schon aus.
Wer im Betrieb sollte das Onboarding verantworten?
Die direkte Führungskraft, unterstützt von einer Patin oder einem Paten aus dem Team. Wir klären die Rollen und geben beiden Leitfäden an die Hand.
Zum Anfangen: unsere Onboarding-Checkliste
Fünf Phasen von der Vertragsunterschrift bis zum Ende der Probezeit, mit Feldern für Name, Stelle, ersten Arbeitstag und Verantwortliche. Ein DIN-A4-Blatt zum Ausdrucken – ohne Anmeldung, ohne E-Mail-Adresse.
Häufige Fragen
Wann beginnt gutes Onboarding?
Mit der Unterschrift, nicht am ersten Arbeitstag. Zwischen Zusage und Start liegen oft Wochen – in dieser Zeit entscheidet sich, ob jemand gedanklich schon angekommen ist oder sich weiter umschaut. Deshalb gehört das Preboarding fest in den Ablauf.
Was steht in einem 90-Tage-Plan?
Was in Woche eins, im ersten Monat und bis zum Ende der Probezeit erreicht sein soll, wer dafür zuständig ist und wann darüber gesprochen wird. Dazu kommen feste Rückmeldegespräche nach 30, 60 und 90 Tagen – statt eines vagen ‚melden Sie sich, wenn etwas ist‘.
Wer macht die Arbeit – Sie oder wir?
Die Einarbeitung selbst bleibt bei der Führungskraft und einem Paten aus dem Team; das lässt sich nicht auslagern, ohne dass es künstlich wirkt. Wir bauen den Ablauf auf, erstellen die Vorlagen und Checklisten und arbeiten Ihre Leute darin ein.
Bringt das messbar etwas?
Messbar wird es über die Frühfluktuation – den Anteil der Neuen, die im ersten Jahr wieder gehen. Wir erheben diesen Wert vor der Umstellung und vergleichen ihn danach. Zahlen und Ursachen dazu finden Sie im Ratgeberbeitrag zur Frühfluktuation.
Wie schnell kann es losgehen?
Nach dem Analysegespräch und der Abstimmung des Umfangs stehen die ersten Vorlagen innerhalb weniger Wochen. Sie müssen nicht warten, bis alles fertig ist – der neue Ablauf greift ab dem nächsten Neuzugang.
Neue Mitarbeitende halten statt ersetzen
Wir schauen uns gemeinsam an, wo Ihre neuen Kolleginnen und Kollegen heute verloren gehen.